wenn Philosophie Bild wird

Kalligraphiekurse

Kalligraphie und „Handlettering“

Meine Kalligraphiekurse sind auf die Pflege älterer Schriften ausgerichtet. Dabei gewinnt das Schreiben einen meditativen Charakter – die Hand schreibt – der ganze Mensch, mit Leib und Seele, ist beteiligt. Auf dieser Grundlage werden mit den alten Schriften kalligraphische Kunstwerke geschaffen. (Die Entfaltung einer von Vorbildern weitgehend freien Kreativität im Umgang mit der Schrift steht im Mittelpunkt der Handlettering-Kurse.)


Freude am Alphabet – für Kinder und Jugendliche

Kurse für Kinder und Jugendliche können inhaltlich und zeitlich sehr unterschiedlich konzipiert werden. Im Vordergrund steht die Freude am Schreiben und graphischen Gestalten mit den verschiedensten Werkzeugen und Materialien. In aller Regel – auch bei einmaliger Aktion – wird ein Projekt, etwa ein kreativ gestaltetes Namensschild, realisiert.

Einstieg in die lateinische Kalligraphie

Am Beispiel der karolingischen Minuskel wird in die Technik der Kalligraphie (Federn und andere Schreibwerkzeuge, Tinten und Tuschen, Papier und andere Beschreibstoffe) eingeführt.
Dabei wird auch die historische Entwicklung der lateinischen Schrift thematisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit dem Federkiel (Schnittformen, Schreibhaltung u. a.), der in den Vertiefungskursen einigermaßen geläufig sein sollte.

Einstieg in die hebräische Kalligraphie

Der Kurs führt am Beispiel der mittelalterlichen ashkenasischen Buch-Handschrift in die Technik der Kalligraphie (Federn, Tinten und Tuschen, Papyrus und Pergament[ersatz]) ein.
Es wird auch auf die historische Entwicklung der hebräischen Schrift sowie auf unterschiedliche Schreibtraditionen, v. a. die ashkenasische und sephardische, eingegangen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit dem Federkiel, der in den Vertiefungskursen einigermaßen geläufig sein sollte.

Vertiefungskurse Kalligraphie

Hier können je nach Interessenlage der Teilnehmenden verschiedenen Schriften von der Antike bis zur Neuzeit geübt werden.
Für diese Schriften sind in der Kalligraphie Traditionen entwickelt worden, wie die Buchstaben aus einzelnen Grundzügen zusammengesetzt werden. Diese sind der Ausgangspunkt unserer Übungen, doch gehen wir einen Schritt weiter, zu den historischen Vorbildern, denn sonst besteht die Gefahr des Schematismus. Auch wenn historische Schriften sehr viel mehr als unsere Handschrift formal festgelegt waren, wurden sie doch von Menschen mit ihrem individuellen Duktus geschrieben.
Es belebt das eigene Schreiben, wenn man sich nicht nur an den kalligraphischen Mustern, sondern an einer bestimmten Ausprägung orientiert. Hierzu analysieren wir die Schrift eines ausgewählten Dokuments, indem wir Buchstabenproportion, -abstand, Wortabstand usw. bestimmen und experimentell Federschnitt und -haltung des antiken Schreibers rekonstruieren.

Initialkunst

Zahlreiche mittelalterliche und Renaissance-Handschriften sind mit kunstvollen Initialen geschmückt.
Um unsere kalligraphischen Werke zu vollenden, erarbeiten wir uns die Gestaltung dieser Anfangsbuchstaben, ausgehend von einfachen zu immer komplexeren Vorbildern.
Dabei üben wir auch die Vergoldung, zunächst mit preiswertem Schlagmetall, dann mit Muschel- und Blattgold.

„Deutsche Schrift“

Vielleicht gehören Sie zu der Generation, die noch die „deutsche Schrift“, etwa die „Sütterlin“, geschrieben hat.
Vielleicht ist jene Schrift Ihnen fremd, aber Sie wollen alte Briefe von verstorbenen Angehörigen lesen oder Sie müssen sich aus wissenschaftlichen Gründen mit deutschsprachigen Dokumenten des 16. bis 19. Jahrhunderts befassen.
Kurse zur deutschen Kurrent können je nach Interessenlage der Teilnehmenden gestaltet werden. Steht die Pflege eines alten Kulturguts im Vordergrund, ist der Kurs kalligraphisch ausgerichtet. Schreibwerkzeug ist in erster Linie die hochelastische Stahlfeder. Bei Vorrang des historischen bzw. (hilfs)wissenschaftlichen Interesses liegt der Schwerpunkt beispielsweise auf Modifikationen der Buchstabenformen, die anhand von Dokumentenfaksimiles schreibend nachvollzogen werden.

Organisation und Kosten

Die Kurse führe ich für ein bis zwei Teilnehmende in meinem Atelier durch. Die Kosten für eine Unterrichtseinheit von 45 Min betragen 30,00 Euro (unabhängig von der Teilnehmerzahl). Für einen „Schnupperkurs“ ist eine Unterrichtseinheit sinnvoll, bei einer intensiveren Beschäftigung empfehle ich mindestens zwei UE. Schreibgerät steht zur Verfügung, Sie können auch einen schreibfertigen Federkiel zum Preis von 7,00 € erwerben. Verbrauchsmaterial berechne ich zum Selbstkostenpreis.

Die Kurse biete ich auch an im Rahmen meiner Lehrtätigkeit an der Kunstschule Konstanz an und als Veranstaltungen, die an verschiedenen Orten als Angebot meinerseits oder auf Nachfrage organisiert werden.

Bei Interesse an einem der Kurse nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf: info@kunstwort.org bzw. besuchen Sie die Website der Kunstschule Konstanz.
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